Wissen in Kürze

Protein HIF1 für Achillessehnen-Probleme verantwortlich

TEXT: Redaktion

Achillessehnenschmerzen, Tennisellbogen, Schwimmerschulter und Knieprobleme – viele Sportlerinnen und Sportler kennen solche Beschwerden. Die «Tendinopathien» gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die in orthopädischen Praxen behandelt werden müssen. Doch die Therapiemöglichkeiten sind begrenzt. Physiotherapie kann zwar helfen, aber es gibt oft schwere Fälle, bei denen diese Behandlung nicht viel bewirkt.

Ein Forschungsteam der ETH Zürich fand mit dem Protein HIF1 einen zentralen molekularen Auslöser für solche Sehnenprobleme. In Mausexperimenten aktivierten die Forscher entweder HIF1 dauerhaft oder sie schalteten es komplett aus. Während sie bei den Mäusen mit dauerhaft aktiviertem HIF1 Sehnenbeschwerden auch ohne Überbeanspruchung feststellten, kam es in den Mäusen ohne HIF1 selbst bei Überbeanspruchung zu keinen Sehnenproblemen. Sowohl bei Mäusen als auch mit menschlichen Sehnenzellen konnten sie zeigen, dass erhöhte HIF1-Werte im Gewebe zu einer krankhaften Neuorganisation und Sprödigkeit der Sehnen führen. Die Forscher wollen jetzt HIF1 noch genauer erforschen, um eine Möglichkeit zu finden, dieses Protein spezifisch und lokal zu beeinflussen.

Quelle: ETH Zürich (Science Translational Medicine, 2026)

Bild: ©Prasert_AdobeStock

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