pharmaDavos-Special

Interview mit Prof. Dr. Christoph Meier und Frau Nadja Stohler

INTERVIEW: DR. PHARM. HANS RUPPANNER

Aus Sicht von pharmaDavos ist die Teilnahme von Studierenden der Uni Basel sehr wertvoll. Eine wichtige Stütze des Kongresses für die Zukunft. Wie ist es dazu gekommen?

2015 nahmen wir beide an der Erstdurchführung des pharmaDavos-Kongresses teil. Bei einem gemütlichen Glas Wein entstand dabei die Idee zu einer Zusammenarbeit. Einerseits ist es ein grosses Anliegen von pharmaDavos, junge Apothekerinnen und Apotheker für den Kongresses zu begeistern, und andererseits ergab sich für uns die Möglichkeit, ein ohnehin jährlich stattfindendes Seminar neu und attraktiv auszurichten. Die heutige Situation ist somit ein echtes Win-Win-Ergebnis!

Seit wann kommen die Studierenden und wie viele sind es jeweils?

Im Jahr 2026 wird unser Pharmaseminar in dieser Form zum zehnten Mal stattfinden! Durch die Pandemie mussten wir etwas kreativ werden, um diese Seminarwoche allen Jahrgängen zu ermöglichen. Dank der unkomplizierten Art des pharmaDavos-OK, der Flexibilität unseres Departements sowie der Grosszügigkeit unserer Partner konnten wir jedoch auch diese Herausforderung meistern. Von der Universität Basel nehmen – je nach Grösse des Semesters – zwischen 60 und 100 Studierende teil, jeweils der gesamte Jahreskurs.

Absolvieren die Studierenden das gleiche Programm wie die schon im Berufsleben stehenden Apothekerinnen und Apotheker?

Teilweise. Wir gestalten das Programm so, dass die Studierenden an möglichst vielen Plenarvorträgen teilnehmen können. Dazwischen gibt es aber auch ein separates Programm mit Inhalten aus der Impfausbildung sowie eigenen Anlässen über Mittag und am Abend, die wir gemeinsam mit unseren Partnern durchführen.

Gibt es wie bei pharmaDavos Partnerschaften durch Firmen oder Apotheken- Organisationen, welche speziell die Anwesenheit der Studierenden unterstützen?

Wir haben eine wunderbare Zusammenarbeit mit unseren Partnern. Dazu gehören Gruppierungen, Ketten, Grossisten, Generikafirmen und weitere Stakeholder. Sie helfen uns, ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen und dieses auch mitzufinanzieren. Sie bringen sich selbst mit spannenden Beiträgen ein und geben unseren jungen Studierenden so einen guten Einblick in den Markt und das spätere Berufsleben. Gleichzeitig lernen die Partner unsere Studierenden sowie deren Bedürfnisse und Interessen besser kennen, was wiederum eine Win-Win-Situation darstellt.

Wie ist das Verhältnis zwischen Euch Organisatoren, der Studis und dem OK pharmaDavos?

Hervorragend! Wir stehen das ganze Jahr über in engem Austausch mit dem OK von pharmaDavos und planen quasi laufend den nächsten Kongress. Punktuell beziehen wir dabei auch Studierende in die Planung mit ein. Daraus können langfristige Partnerschaften entstehen; ein gutes Beispiel sind zwei Jungapothekerinnen, die noch vor Kurzem an der Universität Basel studiert haben und die sich nun – seit ihrem Studienabschluss – aktiv im OK von pharmaDavos engagieren.

Wie sind die Rückmeldungen der Studierenden auf diese Woche?

Für die Allermeisten ist es eine superschöne Woche; sie werden verwöhnt, lernen fachlich viel, vernetzen sich mit ‘gestandenen’ Apothekerinnen und Apothekern und fühlen sich im zukünftigen Berufsstand zum ersten Mal richtig wahrgenommen. «Die schönste Woche des Studiums», das hören wir immer wieder.

Welches sind jeweils die Höhepunkte für die Studierenden?

Schwer zu sagen. Wahrscheinlich ist es der Mix aus allem, d.h. viele spannende fachliche und berufspolitische Erkenntnisse, kombiniert mit zahlreichen Anlässen, gutem Essen und viel Geselligkeit, und alles top organisiert, extra für sie. Eine neue Erfahrung und eine hochwillkommene Ergänzung zum normalen Uni-Alltag.

Bleibt den Studis noch Zeit zum Skifahren oder sonstigen sportlichen Aktivitäten?

So gut wie nicht, nein. Das Programm ist prall gefüllt, es ist kein Ferienlager, sondern eine obligatorische universitäre Veranstaltung im Ausbildungs-Curriculum im Master Pharmazie. Skifahren, Schlitteln oder Wandern können unsere Jungen auch privat; dieses Erlebnis im Studium hingegen ist etwas Einmaliges.

Was ist Ihnen Beiden noch wichtig, was nicht gefragt wurde?

Uns ist es ein grosses Anliegen, dem OK von pharmaDavos ein grosses Dankeschön für die unkomplizierte und sehr angenehme Zusammenarbeit auszusprechen.

Ebenso möchten wir uns bei den zahlreichen grosszügigen und kreativen Unterstützern herzlich bedanken, ohne die eine so spannende und einzigartige Woche nicht durchgeführt werden könnte!

Christoph Meier, Professor für Klinische Pharmazie und Epidemiologie am Departement Pharmazeutische Wissenschaften an der Uni Basel

Nadja Stohler, Dozentin

Das Interview wurden durch den OK Präsidenten, Dr. pharm. Hans Ruppanner, schriftlich geführt.

Fotos: ZvG

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