Tumorzellen Behandlungsstrategie

Wie Tumorzellen sich ihre Umgebung einrichten

Wissen in Kürze

TEXT: REDAKTION

Tumorzellen sind immer wieder für Überraschungen gut. Forscher der ETH Zürich haben nämlich entdeckt, dass Hautkrebszellen ihre Mitochondrien in benachbarte gesunde Bindegewebezellen (Fibroblasten) transferieren können. Dazu verwenden sie winzige Röhrchen, welche die beiden Zellen wie eine Rohrpostleitung verbinden. Anschliessend werden die Fibroblasten umprogrammiert, um für die Krebszellen zu arbeiten. Die Bindegewebezellen vermehren sich schneller, stellen mehr Energie über ATP her und sondern mehr Wachstumsfaktoren ab. Zudem wird die Matrix der Zellumgebung verändert. Das alles kommt den Tumorzellen zugute. Überdies haben die ETH-Wissenschaftler herausgefunden, dass Krebszellen das Protein MIRO2 bei der Mitochondrien-Übertragung verstärkt produzieren. Zu guter Letzt blockierten die Forscher im Mausmodell die Bildung von MIRO2, was den Mitochondrien-Transfer tatsächlich hemmte. Jetzt hoffen sie, dass diese Blockade auch in menschlichem Gewebe klappt – und damit eine mögliche Option für zukünftige Therapiestrategien darstellt.

Quelle: ETH Zürich (Nature Cancer 2025)

Foto: © Dr_Microbe / AdobeStock

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