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Alzheimer-Prophylaxe im Schlaf

TEXT: Corinna Mühlhausen

Wie sehr die Menschheit unter Ein- und Durchschlafproblemen leidet, haben wir bereits in unserem Schlaf-Update 2024 erläutert. Dass man sich nun an der amerikanischen University of Massachusetts Amherst ebenfalls dem Thema Schlafstörungen widmet, dürfte den Ruhesuchenden noch weitere Unruhe bescheren. Denn da ging im Herbst 2024 eine fünfjährige Studie an den Start, mit der man erforschen möchte, ob es möglich ist, durch die Auswertung der allgegenwärtigen Schlaftracker (wie zum Beispiel der Apple Watch oder dem Oura Ring, mit denen immer mehr Menschen ihren Schlaf überwachen) einen Zusammenhang zwischen Schlafstörungen und dem Auftreten der Alzheimer-Erkrankung zu detektieren. Denn auch bei dieser hirndegenerativen Erkrankung gehört der schlechte Schlaf zu den Leitsymptomen.

Die Forscher möchten nun herausfinden, ob es möglich ist, mithilfe dieser riesigen Datenmengen, der Erhebung zusätzlicher genetischer Informationen, der Einbindung von blutbasierten Biomarkern und ganz viel KI den Ausbruch der Alzheimer-Krankheit genauer vorherzusagen, um in Zukunft frühzeitig mit einer Therapie zu beginnen und die Menschen weiter für dieses Themenfeld zu sensibilisieren. Je nach Ausgang der Studie sollte dieses Thema dann auch in Apotheken, bei Krankenkassen und in den Arztpraxen noch einmal ganz neu mit auf die Tagesordnung kommen. Den Anbietern dieser Health-Style-Medizintechnik dürfte die Studie in jedem Fall neue Umsätze bescheren. Auch das breit diversifizierte Angebot rund um das Ein- und Durchschlafen wird in den nächsten Jahren weiter anwachsen – hoffentlich immer häufiger begleitet durch den Rat von Ärzten und Apothekerinnen, um nicht nur einen Zusammenhang mit der Alzheimer-, sondern ebenso mit weiteren Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

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